Bosch AVIOTEC
Dieser Artikel ist gültig ab Version 2.38 und nicht in der Standard-FE2-Lizenz enthalten.
Unterstütze AVIOTEC Firmware: 9.43.0010
HTTP-Verbindungen und Basic-Auth sind ab FE2-Version 2.38 nicht mehr unterstützt.
Mit diesem Alarmeingang können Bosch AVIOTEC Kameras überwacht werden
Einstellungen
Service-Nutzer Passwort
Geben Sie hier das Passwort des Kamera-Service-Nutzers an. Dieses ist erforderlich um den Alarmstatus abrufen zu können.
FE2 unterstützt nur ein gemeinsames Passwort für alle zu überwachenden Kameras.
Zu alarmierenden Einheiten
Wählen Sie hier ein oder mehrere Einheiten, welche bei Auslösung alarmiert werden sollen
Kameraüberwachung
Geben Sie hier alle Kameras an, welche von FE2 auf Erreichbarkeit überwacht werden sollen. Pro Zeile eine Kamera-IP-Adresse.
2.24 Optional können nach dem Schema IP;lng;lat auch die Koordinaten der Kamera mit angegeben werden, die dann dem Alarm angehänt werden. (Bsp: 192.168.112.154;48.342290;10.905634)
Zu alarmierenden Einheiten bei Ausfall
Wählen Sie hier alle Einheiten aus, welche bei einem Ausfall alarmiert werden sollen
Überprüfung in Stunden
Geben Sie hier das Intervall an, in welchem FE2 die Erreichbarkeit der Kameras prüfen soll.
Abfrage des Boot-Status
Nur Kameras, welche in der Kameraüberwachung aufgelistet werden, werden nach ihrem aktuellen Boot-Status geprüft.
Streaming
Aktiviert das Live-Streaming der Kamera bei Auslösung. Der Stream wird automatisch über MQTT bereitgestellt und kann in aPager PRO angezeigt werden.
Stream-Dauer in Minuten
Legt fest, wie lange der Live-Stream nach Auslösung aktiv bleibt. Standardwert: 60 Minuten. Wird innerhalb der Stream-Dauer ein weiterer Alarm ausgelöst, wird die Dauer ab dem neuen Zeitpunkt neu berechnet.
Konfiguration der einzelnen Kameras
Der SNMP Dienst muss in der Kamera aktiv sein
Als Modus muss SNMP v1 legacy gewählt werden
Ziel Adresse des FE2 Servers
Gewählter SNMP Trap:
Damit die Rauch/Feuer Detektion automatisch an FE2 geschickt werden kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
FE2 und die Kamera müssen sich gegenseitig über IP erreichen können (SNMP-Traps von der Kamera zu FE2 und HTTPS-Zugriff von FE2 auf die Kamera). Dies kann im selben Netzwerk oder über geroutete/NAT-Verbindungen erfolgen (siehe Abschnitt 'Betrieb mit NAT').
Die Rauch/Feuer Detektion muss in der Kamera aktiviert sein
Der FE2 Server muss als SNMP Ziel eingetragen sein
Wechseln Sie hierzu in der Kamera auf Netzwerk > Netzwerk-Dienste
Wählen Sie als Modus SNMP v1 legacy
Geben Sie als Ziel Adresse die IP des FE2 Servers an
Wählen Sie als aktive SNMP-Traps den Trap motion_alarm_state
FE2 unterstützt nur das motion_alarm_state Event
Authentifizierung
FE2 verwendet ab Version 2.38 ausschließlich HTTPS und Digest-Authentifizierung.
HTTP oder Basic-Auth werden nicht mehr unterstützt.
Erkennungsstatus
FE2 fragt nach Eingang eines SNMP-Traps den detaillierten Erkennungsstatus per RCP+ direkt von der Kamera ab. Folgende Zustände werden unterschieden:
Status | Beschreibung | Alarm? |
|---|---|---|
Kein Alarm | Ruhezustand, keine Erkennung | Rückkehr-Meldung ("Kamera im Ruhezustand") |
Feuer | Feuer wurde erkannt | Ja |
Rauch | Rauch wurde erkannt | Ja |
Störung Feuererkennung | Problem mit der Feuererkennung | Ja |
Allgemeine Störung | Allgemeines Problem mit der Kamera | Ja |
Wichtig: FE2 löst nur bei einer Statusänderung einen Alarm aus. Wiederholte Traps mit demselben Status werden ignoriert.
Alarmdaten
Bei einer Rauch-/Feuererkennung enthält die Alarmmeldung folgende Informationen:
Stichwort: "Feuer erkannt" (rot hinterlegt) oder "Rauch erkannt" (grau hinterlegt)
Nachricht: Art der Erkennung und Kameraname
Kamerabild: Aktueller Snapshot der Kamera (XL-Auflösung, mit VCA-Overlay/Markierungen)
Koordinaten: Längen- und Breitengrad (wenn in der Kamerakonfiguration hinterlegt)
Live-Stream: Stream-Zugangsdaten (wenn Streaming aktiviert)
Bei Rückkehr in den Ruhezustand wird eine Entwarnung gesendet ("Kamera im Ruhezustand").
Allgemeine Informationen zu IP-Adresse und SNMP-Trap-Zuordnung
FE2 identifiziert die auslösende Kamera anhand der Absender-IP-Adresse des SNMP-Trap-Pakets (Source-IP des UDP-Pakets). Die Trap-Agent-IP innerhalb des SNMP-Telegramms wird nicht ausgewertet.
Die Source-IP des eingehenden Traps wird mit den im Alarmeingang konfigurierten Kamera-IPs abgeglichen. Daher muss die IP-Adresse, von der das Trap gesendet wird, exakt mit der konfigurierten IP übereinstimmen.
Bildabruf und Statusabfragen
Für den Bildabruf (Snapshot) und RCP+-Statusabfragen verwendet FE2 die im Alarmeingang konfigurierte IP. Die Kommunikation erfolgt bidirektional:
Richtung | Protokoll | Port | Zweck |
|---|---|---|---|
Kamera → FE2 | UDP (SNMP Trap) | 162 | Benachrichtigung bei Rauch-/Feuererkennung |
FE2 → Kamera | HTTPS | 443 | Bildabruf, Statusabfrage (RCP+), Erreichbarkeitsprüfung |
Betrieb mit NAT (z.B. 1:1 NAT)
Bei Betrieb der Kameras in einem privaten Netzwerk mit 1:1 NAT gelten folgende Anforderungen:
Im Alarmeingang muss die NAT-IP (die vom FE2-Server erreichbare IP) konfiguriert werden, nicht die private IP der Kamera.
Das NAT muss so konfiguriert sein, dass die SNMP-Traps der Kamera nach der Übersetzung mit der konfigurierten NAT-IP als Source-IP beim FE2-Server ankommen.
FE2 muss die Kamera über die konfigurierte NAT-IP per HTTPS (Port 443) erreichen können (für Bildabruf und Statusabfragen).
Das NAT muss bidirektional funktionieren (eingehend: UDP 162, ausgehend: HTTPS 443).
Betrieb mit Proxy
Über den Konfigurationsparameter aviotek_use_global_proxy=true in der config.properties kann der in FE2 konfigurierte globale Proxy für die HTTPS-Verbindung zu den Kameras aktiviert werden. Standardmäßig ist diese Option deaktiviert.